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Die Gutmans Höhle
Die Gutmans Höhle

Diese Grotte ist die größte Höhle im Baltikum und die älteste Sehenswürdigkeit in Lettland. An den Wänden der Höhle sind Aufschriften aus dem 17 Jahrhundert erhalten geblieben. Hier nahm die Legende der Rose von Turaida ihren Anfang.

 

Adresse Turaidas iela 2a, Sigulda
Koordinaten 57.176106   24.842628
Telefon + 371 61303030
e-mail info.gutmanala@sigulda.lv
   

 

 

Die Gutmans Höhle- die weiteste und höchste Höhle im Baltikum, genauer gesagt, vor einer höhlenartigen Nische- Grotte. Die Länge der Höhle beträgt 18,8 m, die Breite- 12 m und die maximale Höhe der Höhlendecke beträgt 10 Meter. Die Gutmans Höhle bildete sich im gelbroten Sandsteinfelsen der Gauja Suite, sie entstand als Ergebnis der Einwirkung der Gauja Strömumg und einer unterirdischen Quelle im Laufe von mehreren Tausend Jahren. Die Höhle kann man als ältestes Tourismusobjekt Lettlands bezeichnen, seit alten Zeiten wollten die Besucher der Höhle die Wände mit ihren Namen und Jahreszahlen „schmücken“. Die ältesten Inschrift auf den Höhlenwänden sind sogar aus dem 17.Jh. erhalten. Im Sandstein kann man auch die Namen der Barone und Gutsherren sowie auch die Familienwappen finden. Die Inschriften wurden nach ihren Anweisungen und Anträgen gegen Bezahlung von Meistern, die hier in der Nähe der Höhle mit Leitern, Schablonen und Gravierungswerkzeugen auf wohlhabende Besucher gewartet haben, gemacht. Heutzutage ist es nicht erlaubt, auf den Wänden der Höhle etwas zu gravieren, zu schreiben oder zu kratzen, weil die Gutmans Höhle ein archäologisches Denkmal und geschütztes geologisches Objekt ist.

 

Nach einer Sage bildeten die Quelle, die aus der Höhle fließt, die Tränen der Frau des livischen Häuptlings Rindaugs. Der Mann ließ die untreue Frau lebendig am Ufer der Gauja begraben, und die unglückliche Frau hat in Gewissensqualen so viel geweint, daß die Tränen eine weite Höhle ausgewaschen haben. Bis zum heutigen Tag werden der Quelle heilende Eigenschaften zugesprochen.

Eine andere Sage erzählt, wie der Name der Höhle entstanden ist. In alten Zeiten lebte in der Höhle ein guter Mann und heilte Leute mit dem Quellwasser, der Name ist aus dem Deutschen „gut Mann“  entstanden, was im Lettischen als „labs vīrs“  übersetzt wird.

 

Die Gutmans Höhle ist ein alter Kultusort, noch bis zum Beginn des 19.Jh. haben Leute heimlich ihren Götzenbildern geopfert. Aber am lebhaftesten lebt in den Menschenerinnerungen die Legende über die unglückliche Liebe der Rose von Turaida- Maija. Nun die Legende: „Im Frühjahr 1601 haben während des polnisch- schwedischen Krieges die schwedischen Truppen die Burg Turaida erobert. Nach dem Kampf hat der Burgschreiber Greif unter den Getöteten ein nur einige Wochen altes Mädchen gefunden. Greif brachte das Mädchen nach Hause und entschloß sich, es großzuziehen. Es war der Monat Mai und das Mädchen wurde Maija genannt. Die Jahre gingen, und Maija wurde zu einer schönen Jungfrau. Wegen ihrer Schönheit wurde Maija die Rose von Turaida genannt. Am gegenüberliegenden Ufer der Gauja- in der Burg Sigulda- lebte ihr Verlobter- der Gärtner Viktors Heils. Abends trafen sie sich vor der Gutmans Höhle.

 

In dieser Zeit dienten in der Burg zwei Deserteure der polnischen Armee- Jakubovskis und Skudrītis. Jakubovskis begehrte Maija und wollte sie heiraten, aber das Mädchen hat seinen Heiratsantrag abgelehnt. Das hat Jakubovskis so wütend gemacht, daß er beschloß es mit Gewalt zu nehmen. Er schickte Skudrītis als ob im Namen von Viktors zu Maija, damit sie zum üblichen Treffpunkt, aber in ungewöhnlicher Zeit kommt. Als Maija gekommen war und verstand, daß sie in einer Falle steckt, beschloß sie lieber zu sterben als geschändet zu werden. Das war eine Zeit, als Leute an Zaubereien glaubten. Das Mädchen trug ein rotes Seidentüchlein um den Hals, von dem Verlobten geschenkt. Deshalb sagte sie zu Jakubovskis, daß dieses Tüchlein eine Zauberkraft besitzt- wer es trägt, wird vor Sebelhieben geschützt, und er wurde aufgefordert, es zu prüfen. Anfangs hat Jakubovskis gezögert, aber dann schlug er mit seiner ganzen Kraft, und das Mädchen sank zu seinen Füßen hin. Jakubovskis erschrack und, von Entsetzen über das Angerichtete gepackt, lief er in den Wald und hängte sich auf. Gegen Abend fand Heils Maija in der Höhle getötet und er eilte nach Turaida, um Hilfe zu holen. An der Höhle wurde die blutverschmierte Axt Viktors gefunden. Das Gericht wurde in der Burg Turaida abgehalten und es veschloß, daß der Mörder Viktors ist- er wurde zu Tode verurteilt. Den Lauf der Dinge hat Skudrītis geändert, er hatte Jakubovskis gefolgt und alles gesehen. Er hat vor dem Gericht erzählt, was in der Wahrheit geschehen war, und Viktors wurde freigesprochen. Aber das Mädchen wurde auf dem Friedhof neben der Kirche Turaidas begraben. Ihre Gedenkstätte kann man neben der Kirche Turaidas besichtigen. Eine lange Zeit wurde diese tragische Geschichte als eine traurige Sage betrachtet, aber in der Mitte des 19.Jh. wurde das Archiv des Livländischen Gerichts gefunden, zusammen mit anderen Akten waren auch die Untersuchungsprotokolle der Ermordung von Maija im August 1620 in der Gutmans Höhle gefunden. Die alte Sage hat auch mehrere Autoren angeregt, Kunstwerke über die Kraft der Treue und Liebe der Rose von Turaida zu schaffen.       

 

Dicht neben der Gutmans Höhle befindet sich die kleine Viktors Höhle, diese Höhle habe Viktors Heils für seine Braut- die Rose von Turaida, gehauen, damit sie von dort aus auf die Gärten der Burg Sigulda, wo er arbeitet, schauen kann.

 

Die Geschichte von Viktors und Maija ist gleich der Geschichte von Romeo und Julia. Die einzige Liebeslegende ist gerade hier entstanden, und sie hat Sigulda den Titel der Stadt der Liebe Lettlands gegeben. Die Geliebte oder den Geliebten an der jüngsten Schwester der Laima- Uhr auf dem Bahnhofsplatz treffen und dann- auf zu einem romantischen Spaziergang in der Faulbaumblütezeit oder in der herbstlichen Blätterpracht- das wünschen wir Ihnen auch!


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