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Freiliegender Sandstein aus dem Devon in einer seitlichen Schlucht am linken Ufer der Vejupite. In der Felswand erstand eine kleine, dreieckige Höhle.

Die Kraukļu Schlucht hat sich im dunkelroten Sandstein des Mitteldevon gebildet. Die maximale Höhe der Schlucht beträgt 11,5 m, die hohen, steilen Wände der Schlucht sind mit eingravierten Namen, Jahreszahlen und Zeichnungen der Besucher bedeckt. In der Wand der Schlucht ist eine kleine, 5 meter lange dreieckige Höhle entstanden. Früher wurden in der Literatur zwei Kraukļu Höhlen genannt. Wahrscheinlich ist die Nebenhöhlung nach den Sandsteinstürzen verschwunden.

Über die Kraukļu Schlucht ist eine alte Sage bekannt: „In älteren Zeiten war einmal auf dem Landgut Sigulda ein guter, von dem Volk geliebter Arbeitsaufseher. Er hat die Knechte nicht so getrieben wie die anderen Aufseher es machten, er hat sich mit den Leuten gut vertragen und hat sie sogar vor den Herren geschützt. Dafür konnten die Herren diesen Aufseher nicht leiden und sie haben ihn heimlich von der Steilwand in die Schlucht geworfen. Der Aufseher war verschwunden, und die Leute wußten nicht, wo er geblieben ist. Sie haben ihn lange gesucht, bis sie eine Rabenschar, die über der Schlucht kreiste, bemerkten. Sie gingen hinunter und haben dort den Aufseher tot gefunden. Seit dieser Zeit trägt diese Schlucht und auch die Höhle den Namen Kraukļu (Rabenschlucht).

Nehmen Sie in Acht, daß die Höhlen in Lettland unter Schutz stehen- es ist verboten, Inschriften in die Wände der Höhlen zu kratzen.

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