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Begleitet vom Rauschen des Flusses Runtinupite, führt der Pfad auf eine einstündige Wanderung durch die unberührte Natur entlang der Grabstätte des livischen Königs Kaupo. Die Länge des Kubesele-Naturpfades beträgt weniger als 4 km. Reisende können ihr Auto auf dem Parkplatz in der Nähe der Kirche von Krimulda abstellen. Sie ist die älteste ländliche Kirche in Lettland und wurde 1205 in Kubesele erbaut. Die Kirche ist täglich für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Besichtigung gegen Spende. Neben der Kirche befinden sich das Labyrinth von Lilija und der Gedenkstein für den Vertreter der lettischen Handschriftliteratur, den Pfarrschullehrer aus Krimulda J. N. Ramanis. In der christlichen Welt symbolisiert das Labyrinth seit langem den Weg des Menschen zu Gott. Nachdem Sie den Fluss Runtinupite über die halbrunde Brücke überquert haben und dem Teehaus vorbeigegangen sind, öffnet sich der Blick auf den Burghügel Kubesele, auf dem 1775 das Pfarrhaus errichtet wurde. Am Fuße des Burghügels, am Ufer der Runtinupite, erreichen Sie einen kleinen Hügel, der als Grabstätte von Kaupo angesehen wird. Darauf weist ein Gedenkzeichen hin. Dieser Burghügel ist ein archäologisches Denkmal von lokaler Bedeutung. Die drei Seiten des Hügelhangs sind sehr steil, möglicherweise sogar künstlich steiler gemacht, um ihn von den niedrig liegenden Wiesen zu trennen. Die Kerbe östlich des Pfarrhauses könnte ein Schutzgraben gewesen sein, der später zugeschüttet wurde. Einige Historiker halten diesen Burghügel für den Standort der in der Heinrichs Livländischen Chronik erwähnten Burg von Kaupo, des Herrschers oder des Ältesten der Gauja Liven. Bisher gibt es keine archäologische Grundlage, um den Burghügel Kubesele mit einer der livischen Burgen zu verbinden. Die Tatsache, dass in alten Zeiten hier die Kirche Kubesele (Krimulda) gebaut wurde, beweist jedoch, dass es hier bereits eine Siedlung der Gauja-Liven oder einen Burghügel gab, denn man würde die Kirche an einem unbewohnten Ort nicht bauen. Von einer intensiven Besiedlung zeugen auch die vielen nahe gelegenen livischen Friedhofshügel vom 11. bis 13. Jahrhundert. Unweit der Gedenkstätte kann die Kubesele- oder Runtins-Höhle besichtigt werden. Ihre Länge beträgt ca. 5-6 Meter. Die Höhle ist ein geschütztes geologisches Objekt. Wenn man weiter durch die Wälder des Gaujaufers geht und den Runtins-Fluss mehrmals überquert, erreicht man auf einem bogenförmigen Pfad die Saulstari-Höhle in einem Sandsteinaufschluss. Weiter eröffnet sich eine Aussicht auf den großen Stein, auch Runtins-Quellstein genannt, an dem eine starke Quelle entspringt. Unweit von hier, am Ufer der schönen Gauja, liegen quaderförmige Betonanker als Beweis für die harte Arbeit der Gauja-Flößer. Der Pfad führt weiter durch den Wald, wo man zwischen den Bäumen die alten Hügelgräber der Balten und Liven als auch den Friedhof Gauja und schließlich den Friedhof der Alten Barone sehen kann. Aus dem Wald kommend eröffnet sich auf der rechten Seite ein Ausblick auf eine schöne Landschaft mit der prächtigen Kirche von Krimulda.

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