Entfernung:
3 Km
Schwierigkeitsgrad: Einfache

Der Fluss Vikmeste bildete früher die natürliche Grenze zwischen den Gemeinden Turaida und Krimulda. In seinem Tal verstecken sich mehrere malerische Sandsteinaufschlüsse.

Der ca. 3 km lange Pfad beginnt am Parkplatz auf der Seite der Landstraße Turaida-Ragana (Gravzaki) gegenüber der Sport- und Erholungsanlage „Reinis-Trasse“ und führt bis zum unteren Teil des Krimulda-Serpentinweges. Die Wanderung ist landschaftlich schön, es sind viele Sandsteinaufschlüsse zu sehen. Der Weg kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Der Naturpfad Vikmeste, bekannt auch als Weg durch die unberührte Natur, wurde 1990 von den Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks Gauja und einer Gruppe junger Menschen aus den USA angelegt. Danach haben sie gemeinsam im Yellowstone-Nationalpark in den USA gearbeitet. Die Gruppe bestand aus folgenden Personen: Ieva Berzina, Ilmars Murans, Inga Gradauska, Marcis Mitrevics und Sandis Kalnins. Mit der Unterstützung des lettischen Umweltschutzfonds wurden die Betonüberläufe über die Vikmeste abgerissen, damit Salmoniden zum Laichen in den Fluss aufsteigen können. Der Name „Vikmeste“ stammt vermutlich aus dem Livischen und bedeutet der Waldfluss. An seinen Ufern befinden sich die Ruinen der Burg Krimulda und der Burghügel Vikmeste.

Der Burghügel Vikmeste befindet sich am rechten Ufer des Flusses Vikmeste, am Zusammenfluss der Seitenschluchten, weniger als einen Kilometer nordwestlich der Burgruine Krimulda. Der 55 x 75 m große Burghügel ist an drei Seiten von etwa 26 m hohen Abhängen umgeben, die teilweise künstlich steiler gemacht sind.

Die Kulturschicht auf dem Burghügel ist dünn und schwach ausgeprägt, was darauf hindeuten könnte, dass er nicht lange besiedelt war. Auf der Westseite gibt es keine Abhänge, hier trennt ihn ein 40 m langer, 4,5 m breiter und 3 m hoher Erdwall von der flachen Umgebung. Vor dem Wall gibt es einen ca. 3 m tiefen Graben. Der alte Eingang zum Burghügel sei am südlichen Ende des Walls gewesen. In Richtung Osten zum Fluss Vikmeste hinunter könnte in einer 100 x 100 m großen Grundstücksecke eine abgegrenzte Vorburg gestanden haben. Heute ist der Burghügel mit Wald bewachsen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er mehrmals vom Generalgouverneur von Vidzeme Alexander Suvorov besucht und ihm zuliebe Suvorov-Hügel genannt.

Mit dem Burghügel Vikmeste verbinden einige Historiker das in der Heinrichs Livländischen Chronik erwähnte Ereignis im Jahr 1206, als der Führer des Volkes der Liven Kaupo von Turaida zu Beginn des 13. Jahrhunderts zusammen mit den Deutschen seine Militärgemeinde tötete, die Burg plünderte und niederbrannte. Andere glauben, dass hier der Standort der Burg Kubesele gewesen sein könnte.

Sehenswürdigkeiten

Wanderweg von Vikmeste und Hügel
Vikmeste-Tal
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Einwegrouten Naturrouten Routen bis 5 km